Over/Under-Wetten beim Tennis – Tipps & Strategien


Tennis Wetten Strategien

Tennis Wetten beziehen ihren Reiz in erster Linie aus der Eins gegen Eins Situation (bzw. für die Freunde von Wetten auf die Doppel aus dem Zwei gegen Zwei). Während in Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball, Basketball oder auch Eishockey ein bärenstarker Tag eines einzelnen Akteurs ebenso wenig zwangsläufig zum Sieg des Teams führen muss, falls der Großteil des Rests mit dem falschen Fuß aufgestanden ist, da bringen es selbst die stärksten Teams selten auf solche Siegesquoten wie die besten Spieler in Einzelsportarten. Ein Roger Federer verlor beispielsweise lediglich fünf Tennis Matches in der gesamten Saison 2017. Das ergibt eine Quote von 91,2% an gewonnenen Partien. Sie denken, das gibt es im Fußball in den „langweiligen“ Ligen auch? Weit gefehlt. In der Saison 2016/17 erst wurde der FC Bayern München am Ende mit 15 Punkten Vorsprung auf Platz zwei zum fünften Mal in Serie wieder deutscher Meister. Gewonnen wurde trotzdem „nur“ 73,5% aller Ligaspiele – und das ist im europäischen Vergleich ein Spitzenwert!

Lange Rede, kurzer Sinn: im Tennis ist der Sieger einer Partie weitaus leichter vorherzusagen, wobei man natürlich sehr gut die jeweiligen Stärken und Schwächen der Spieler kennen muss sowie deren aktuelle Form. Wer auf Sandplatz besonders gut ist, der kann auf Rasen beispielsweise bereits gegen auf diesem Belag versierte Underdogs den Kürzeren ziehen. So hat Roger Federer die angesprochene Siegesquote in 2017 auch vorwiegend deshalb holen können, weil er auf seine Schwächen – nämlich eben jenen Sandbelag – komplett verzichtet hat und die Sandsaison zur Regeneration genutzt hat.

Neben Prognosen und Tennis Wett Tipps liefern wir Ihnen dabei hier auf unserer Webseite auch immer mal wieder praktische Ratgeber Artikel, in denen wir Ihnen zeigen, worauf es bei durchdachten Tennis Wetten ankommt. Im heutigen Tennis Wetten Ratgeber wollen wir Ihnen dabei einen oftmals unterschätzten Wettmarkt zeigen, nämlich die sogenannten Over/Under-Wetten beim Tennis. Nachdem wir auf diesen interessanten Markt genauer eingegangen sind, erklären wir Ihnen außerdem, wieso er gerade bei professionellen Wettern so beliebt ist.

Over/Under-Wetten beim Tennis – wie funktioniert dieser Markt?

Tennis Wetten werden deshalb als so ursprünglich angesehen, weil es in der klassischen Siegwette eben nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder gewinnt Spieler A oder Spieler B. Eins gegen Eins – es kann nur einen Sieger geben. Nicht umsonst funktionieren alle großen Turniere der Saison mit Ausnahme der ATP World Tour Finals und WTA Tour Championships, bei denen es zunächst in der Vorrunde eine Gruppenphase gibt, genau nach diesem Muster: Im Knockout Modus. Wer verliert, ist ausgeschieden, und wer gewinnt, kommt eine Runde weiter. So lange, bis am Ende ein einziger Athlet, bzw. eine Spielerin übrig bleibt.

Werden dabei gelegentlich noch die Satzwetten gespielt, bei denen beispielsweise in besonders deutlichen Vergleichen die Quote etwas erhöht werden kann, indem man darauf tippt, dass der Favorit zu Null gewinnt (sprich ohne Satzverlust), so betrachten vor allem die Gelegenheitstipper alle anderen Wettmärkte, die es beim Tennis noch so gibt, als Spielereien. Gerade die Over/Under-Wetten sollten Sie jedoch ernst nehmen.

Mit dem Begriff „Over/Under-Wetten“ ist dabei eine besondere Art, zu wetten, gemeint. Unter diesem Oberbegriff verbergen sich dabei verschiedene untergeordnete Kategorien. So lassen sich Over/Under-Wetten auf Sätze, aber auch auf Spiele platzieren. Wie der Name dabei schon verrät, geht es hierbei darum, dass auf die zu erwartende Anzahl gewettet wird, wobei es auch hier wie beim Tipp auf den Sieger des Matches nur zwei Optionen gibt: Die Anzahl wird überschritten (Over = Über) oder die letztliche Zahl fällt geringer aus (Under = Unter). Dabei gibt der Buchmacher je nach Wettart eine magische Grenze aus, die immer in 0,5er-Schritten ausgegeben ist, damit eindeutig ist, was das „Over“ und was das „Under“ ist, und liefert Ihnen jeweils eine Quote für darüber und darunter. Nach dem rein formellen Blick darauf, wie dieser Markt funktioniert, wollen wir kurz auf die beiden wichtigsten Märkte der Over/Under-Wetten blicken: Die Gesamtzahl der Sätze und die Gesamtzahl der Spiele.

Die Over/Under-Wetten beim Tennis auf die Gesamtzahl der Sätze

Die Frauen der WTA spielen das komplette Turnierjahr hindurch unabhängig von Belag, Austragungsort, Größe und Renommee des Turniers immer im Modus „Best of 3“. Das bedeutet, dass ausschließlich vier Ausgänge möglich sind. Spielerin A gewinnt 2:0 oder 2:1 oder sie verliert mit 1:2 oder 0:2. Der gleiche Modus kommt auch bei den Spielern der ATP zu tragen, wobei hier bei den vier Grand Slam Turnieren im Kalenderjahr ausnahmsweise im Modus „Best of 5“ gespielt wird, sodass hier drei Gewinnsätze erforderlich sind. Klammern wir diesen besonderen Fall einmal aus, so lässt sich also festhalten, dass bei ca. 120 Tennis Turnieren aus ATP und WTA im Jahr das „Best of 3“ gespielt wird und damit die Regel ist.

Eine Over/Under-Wette auf die Gesamtzahl der Sätze muss nun also vorhersagen, wie viele Sätze gespielt werden, wobei letztlich nur zwei Optionen in Frage kommen: Zwei Sätze (2:0 oder 0:2) oder drei Sätze (2:1 oder 1:2). Dass nur ein Satz gespielt wird, weil ein Teilnehmer verletzungsbedingt abbrechen muss, kommt zwar vor, darf aber bei Wetten getrost vernachlässigt werden. Die Buchmacher ziehen für die Over/Under-Wette auf die Gesamtzahl der Sätze also die Grenze bei 2,5 Sätzen. „Over“ bedeutet also, dass Sie einen dritten Satz erwarten, während das „Under“ ein eindeutiges Spiel erwartet. In der Praxis sind die Quoten für die Over-Wetten dabei wesentlich lukrativer. Das liegt daran, dass statistisch belegt werden kann, dass der größere Teil der Tennis Spiele pro Saison in zwei Sätzen entschieden wird. Nimmt man dann noch den geringen Prozentsatz der abgebrochenen Partien hinzu, so gehen mehr „Under“-Wetten auf als „Over“-Wetten. Dieses Wissen können Sie einerseits nutzen, um sich mit ein paar weitestgehend sicheren Tipps Ihren Kombi-Wetten Schein anzufüttern, oder aber Sie profitieren von den oftmals lukrativen Quoten für die Over-Wette, wenn Sie ausreichend Indikatoren dafür sehen, dass hier zwei Athleten einen dritten Satz brauchen werden, in dem theoretisch alles passieren kann. Sollten Sie nämlich gezielt an den 2:1-Sieg eines Spielers glauben, wird die explizite Satzwette, bzw. Ergebniswette Ihnen die bestmögliche Quote abwerfen.

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Die Over/Under-Wetten beim Tennis auf die Gesamtzahl der Spiele

Weitaus praktikabler und häufiger gespielt wird im rahmen der Over/Under-Wetten beim Tennis aber ohnehin auf die Gesamtzahl der Spiele. Damit es hier nicht zu Verwirrungen kommt: Mit Spiel ist beim Tennis der Moment gemeint, wenn das Aufschlagspiel wechselt. Quasi die Punkte, die zum Satzgewinn benötigt werden. Endet ein Satz dabei beispielsweise mit 6:4, so hat es insgesamt zehn Spiele gegeben. Um einen Satz zu gewinnen, müssen dementsprechend mindestens sechs und maximal 13 Spiele absolviert werden. Steht es am Ende nämlich 6:6, entscheidet der Tiebreak. Zumindest bei den regulären Turnieren. Bei Grand Slams entfällt nämlich im Entscheidungssatz der Tiebreak und es geht so lange weiter, bis ein Athlet mit zwei Punkten Vorsprung über die Zielgerade geht. Zwei Punkte Vorsprung braucht es allerdings auch im gewöhnlichen Satz, weshalb es beim Stand von 6:5 noch nicht zu Ende ist, sondern auch hier noch das zwölfte Spiel angegangen werden muss, nach dem entweder das 13. folgt, wenn der 6:6-Ausgleich gelingt, oder am Ende das für Neulinge oft unverständliche 7:5 zu Protokoll steht.

Aber zurück zur Over/Under-Wette auf die Gesamtzahl der Spiele. Hier wird einerseits im Mikrokosmos der Sätze gewettet, aber auch im Makrokosmos des Matches. In einzelnen Sätzen ist es dabei gängig, dass die Grenze der Buchmacher bei 9,5 gezogen wird. Für die Over-Wette sind damit zehn Spiele erforderlich (also ein 6:4, 7:5 oder 7:6), während für die Under-Wette maximal neun Spiele gespielt werden dürfen (also 6:3, 6:2, 6:1 oder 6:0). Wesentlich beliebter ist jedoch der Wettmarkt auf die Gesamtheit der Partie, wo die Grenze der Buchmacher stets individuell von Match zu Match gezogen wird. Manchmal liegt sie bei 17,5 Spielen, auf gewissen Belägen und bei bestimmten Konstellationen kann sie aber auch bei bis zu 25,5 Spielen liegen. Angenommen, es kommt zwischen zwei Spielern drei Mal zum Tiebreak, so sind schließlich bis zu 39 Spielen im Bereich des Möglichen, während der sogenannte „Golden Bagel“ (also zwei Sätze, die mit jeweils 6:0 enden) eine Gesamtzahl von zwölf Spielen hat. Heißt also, dass ein „Under 17,5“ maximal fünf Spielgewinne des unterlegenen Spielers vorsieht, wodurch die Quote hier fast immer sehr hoch sein dürfte, sofern die Favoritenrolle nicht drastisch verteilt ist.

Wieso die Over/Under-Wetten beim Tennis so lukrativ sind

Möglicherweise haben Sie es beim Lesen der Funktionsweise dieses spannenden und oftmals unterschätzten Wettmarktes schon eine erste Idee entwickelt, wieso die Over/Under-Wetten beim Tennis so lukrativ sind und gerne von den Profis gespielt werden. Wenn nämlich gewisse Spielertypen aufeinandertreffen, so sind sie relativ leicht zu gewinnen, wobei wir hier bei den Experten von einer Quote von über 90% sprechen, zu der abgegebene Einzelwetten auf diesen Markt aufgehen.

Denken Sie beispielsweise an die Beläge, auf denen es aufschlagstarke Spieler besonders leicht haben, ihr Service-Spiel durchzubekommen. Also den schnellen Hartplatz und vor allem auch den Rasen. Denn gerade auf dem grünen Untergrund ist das Absprungverhalten des Balls so knackig, dass gut getimte Aufschläge kaum an Momentum verlieren und Breaks entsprechend Mangelware sind. Gleich zwei Szenarien sind hier also möglich:

  1. Ein Spieler, der überdies über herausragende Return-Werte verfügt, wird in Verbindung mit einem trockenen Aufschlagspiel hier kaum Spiele abgegeben. Beispielsweise bei einem Roger Federer, dessen Siegquoten auf Rasen immer recht gering sind, während auch der Tipp auf den 2:0-, bzw. 3:0-Sieg selten Traumgewinne verheißt, lassen sich also weitestgehend sichere und luraktive Tipps auf die Anzahl der Spiele platzieren, indem Sie den von den Buchmachern ausgeschriebenen Wert unterbieten.
  2. Wenn zwei Spieler mit starken Service-Werten und schwachen oder nur durchschnittlichen Statistiken im Return-Spiel aufeinander prallen, sind lange Spiele vorprogrammiert. Denken Sie nur an das legendäre Wimbledon Match zwischen John Isner und Nicolas Mahut, das sich über drei Tage erstreckte und etwas mehr als elf Stunden andauerte, da beide Spieler ihre Aufschlagspiele stets durchgezogen bekamen und im Entscheidungssatz der Tiebreak weggefallen war.

Das Trickreiche daran ist, dass es weitaus schwieriger vorherzusagen ist, ob im ersten Fall ein Roger Federer nicht doch mal einen Satz abgeben muss, oder welcher von beiden Spielern im zweiten Beispiel letzten Endes als Sieger vom Platz geht, da in diesen Situationen eben Nuancen entscheiden. Dass aber im letzteren Fall ein langes Spiel erwartet werden kann, dürfte als recht sicher gelten, weshalb bei solchen Beobachtungen die Over/Under-Wette am Ende weitaus weniger auf Nuancen, zu denen neben der Tagesform auch das Quäntchen Glück gehört, setzt und dementsprechend wesentlich risikoärmer ist.

Fazit

Wichtig bleibt nach wie vor, dass Sie vor der Abgabe Ihres Tippscheins Ihre Hausaufgaben machen und genau hinsehen, wer sich hier gegenübersteht. Das heißt, sie analysieren unter anderem die folgenden Punkte:

  • Was ist der Lieblingsbelag der Spieler?
  • Was verrät uns ihre Head-to-Head Statistik darüber, wie gut sie mit dem jeweiligen Spielstil des Gegners klarkommen?
  • Wie sind die jüngsten Ergebnisse gewesen?
  • Wie gut ist das Aufschlagspiel der Kontrahenten?
  • Wie gut sehen ihre Zahlen in puncto Return-Spiel und erzielter Breaks aus?
  • Auf welche Fähigkeiten kommt es auf dem Platz, auf dem gespielt wird an?
  • Welche Art von Match ist zu erwarten? (lang vs. kurz / ausgeglichen und schwer vorhersehbar vs. klare Angelegenheit)

Abschließend wird es immer wieder Fälle geben, in denen die Sieg-Wette die besseren Quoten liefert, jedoch werden Sie mit zunehmender Erfahrung im Umgang mit Tennis Wetten schnell die Spots erkennen, bei denen die Over/Under-Wette nicht nur die wesentlich sicherere Wahl ist, sondern auch die nachhaltigeren Gewinnmöglichkeiten bereithält. Denn last, but not least, bieten sich manche sichere Tipps (gerade bei den Under-Wetten) vor allem auch für Kombi-Wetten an.

Wir drücken Ihnen die Daumen bei Ihren Tennis Wetten und hoffen, dieser Ratgeber trägt ein Stück weit dazu bei, dass Ihre abgegebenen Tippscheine ein noch größeres Maß an Effizienz gewinnen.




Die genannten Angebote sind möglicherweise auf Neukunden beschränkt oder nicht mehr gültig. Es gelten die AGB des Wettanbieters. Genaue Details ersehen Sie bitte direkt aus der Webseite des Wettanbieters. Alle Tipps basieren auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!

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