Die Wichtigkeit des 2. Aufschlags beim Tennis


Tennis Wetten Strategien

Im Rahmen unserer Ratgeber zum Thema Tennis Wetten haben wir uns schon oft mit dem Aufschlag beschäftigt. Nicht nur ist es nämlich so, dass auf manchen Belägen wie dem schnellen Hartplatz oder vor allem auch dem Rasen, der harte Aufschlag das A und O für das Punkten – und damit verbunden das Gewinnen von Spielen – ist, sondern das Aufschlagspiel ist auch ganz allgemein und unabhängig vom Platz die einfachste Form für jede Spielerin der WTA und jeden Athleten aus der ATP, einen Punkt zu erzielen. Umso relevanter sind natürlich auch Werte wie die Anzahl der ersten Aufschläge, die im gegnerischen Feld untergebracht wird und die dort gegebenenfalls sogar zu Assen führt. Schließlich ist es im Tennis ja bekanntermaßen so, dass der Gegner erst dann einen Punkt gut geschrieben bekommt, wenn zwei aufeinanderfolgende Aufschläge nicht in der gegnerischen Zone untergebracht worden sind.

Dementsprechend verraten wir Ihnen kein Geheimnis, wenn wir sagen, dass jede Spielerin und jeder Spieler zwei verschiedene Aufschläge in ihrem Repertoire haben müssen: Den ersten Aufschlag, der mit aller Wucht und Kraft, die zur Verfügung steht, geschlagen wird und der entsprechend häufiger nicht im Ziel landet, da unter dieser Power auch die Genauigkeit leidet und das Risiko steigt. Und eben den 2. Aufschlag beim Tennis, der einerseits so sicher wie möglich geschlagen werden muss, um einen Doppelfehler zu vermeiden, der andererseits aber noch immer so hart und damit auch so riskant wie nötig gestaltet werden muss, damit der Gegner nicht einen langsamen Ball auf dem Silbertablett serviert bekommt, der denkbar leicht in einen Punktgewinn im Return umgemünzt werden kann.

Kurzum: der 2. Aufschlag beim Tennis spielt eine Rolle. Wie wichtig er aber ganz konkret ist und was dazugehörige Werte über Ihr Wettverhalten aussagen könnten, das haben wir im vorliegenden Tennis Ratgeber nun genauer für Sie analysiert.

Statistiken und Bilanzen der Saison 2017

Schauen wir uns zunächst einmal die Spitzenwerte der sich dem Ende entgegen neigenden Saison 2017 an, um daraus die anschließend folgenden Rückschlüsse auch mit Zahlen belegbar machen zu können. Beginnen wir mit der ATP.

Dies sind die fünf besten Spieler gemessen an ihrem ersten Aufschlag der bisherigen Saison* (die Prozentzahlen geben jeweils an, wie viele erste und zweite Aufschläge letztlich in konkrete Punktgewinne verwandelt werden konnten):

Spieler 1. Aufschlag 2. Aufschlag
Ivo Karlovic 82,3% 56,9%
Gilles Müller 80,3% 51,1%
Sam Querrey 80,3% 51,1%
Jo-Wilfried Tsonga 80,0% 53,0%
John Isner 79,9% 56,4%

Auffällig schon hier: die fünf Spieler mit den prozentual am meisten Punktgewinnen aus ihrem ersten Aufschlag heraus sind bei keinem der diesjährigen Major-Turniere sonderlich nennenswert in Erscheinung getreten, während die beiden Überflieger des Jahres, Rafael Nadal und Roger Federer in dieser Bilanz gar nicht erst auftauchen.

Schauen wir deshalb nun auf die Top 5 Spieler der ATP Saison 2017 in Hinblick auf die prozentual besten Werte bei den Punktgewinnen aus dem zweiten Aufschlag:

Spieler 2. Aufschlag 1. Aufschlag
Rafael Nadal 61,8% 74,1%
Roger Federer 59,4% 79,7%
Ivo Karlovic 56,9% 82,3%
Leonardo Mayer 56,6% 71,1%
John Isner 56,4% 79,9%

Aha – und hier sind auf einmal die eben angesprochenen Überflieger des Jahres auch in der Tabelle der besten 2. Aufschläge der Saison 2017 im wahrsten Sinne des Worte die Überflieger. Denn während bereits Werte oberhalb von 50% als gut erachtet werden können (bitte beachten Sie, dass hiermit nicht etwa ein erfolgreich in der Hälfte des Gegners platzierter 2. Aufschlag gemeint ist, sondern tatsächlich ein 2. Aufschlag, der in einen Punktgewinn geführt hat), so liegen um die 55/56% herum die Spitzenwerte, die sowohl vom Schweizer als auch vom Spanier noch mal gravierend geknackt werden können.

Behalten wir uns diese Beobachtungen also im Hinterkopf, während wir nun noch auf die WTA schauen. Bekanntermaßen erzielen Männer ja drei Mal so viele Asse wie Frauen, dennoch spielt auch hier der erste Aufschlag eine wichtige Rolle. Anbei die Top 5 der Frauen mit den meisten Punktgewinnen aus dem ersten Aufschlag heraus in der Saison 2017:

Spielerin 1. Aufschlag 2. Aufschlag
Petra Kvitova 74,0% 46,4%
Coco Vandeweghe 73,1% 50,0%
Karolina Pliskova 72,9% 47,9%
Julia Görges 72,6% 47,8%
Kristyna Pliskova 71,0% 45,9%

Auch hier sind zwei Sachen sehr interessant. Einerseits haben auch die fünf Damen mit den besten ersten Aufschlägen* im Jahr 2017 nicht allzu viel gewonnen, wenn man mal von der kurzzeitig auf Platz eins der WTA Weltrangliste gestandenen Karolina Pliskova absieht, und andererseits sind die Werte tatsächlich frapierend geringer wie bei den Herren aus der ATP.

Auch hier wieder ein Blick auf die fünf besten Damen mit den besten zweiten Aufschlägen im Jahr 2017*:

Spielerin 2. Aufschlag 1. Aufschlag
Timea Bacsinszky 51,3% 61,8%
Johanna Konta 50,6% 70,3%
Caroline Garcia 50,1% 66,3%
Coco Vandeweghe 50,0% 73,1%
Qiang Wang 49,2% 62,8%

Galt bei den Herren ein Wert oberhalb der 50% beim 2. Aufschlag noch als gut, so muss man bei den Damen schon konstatieren, dass der Wert oberhalb der 50% absolute Weltklasse darstellt, gelingt es doch nur vier der Top 5 Damen aus dem Jahr 2017*, diesen Wert zu überbieten.

*Bitte beachten Sie, dass bei allen vier Statistiken der ATP und WTA nur Spielerinnen und Spieler berücksichtigt worden sind, die mindestens 20 gewertete Spiele in der Saison 2017 bestritten haben, um eine gewisse Aussagekraft zu erhalten.

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Was diese Werte für Ihr Wettverhalten bedeuten

Führt man sich die eben dargelegten Statistiken für die Saison 2017 nun genauer vor Augen, so muss man konstatieren, dass sich daraus zwei leicht verschiedene Rückschlüsse ableiten lassen. Schauen wir deshalb Männer und Frauen getrennt an.

Die Wichtigkeit des 2. Aufschlags bei den Herren (ATP)

Die sogenannten Aufschlagriesen in der ATP dürften Ihnen bestens bekannt sein und gerade Spieler wie Ivo Karlovic oder auch der in der Rasensaison jedes Mal aufs Neue über sich hinauswachsende Luxemburger Gilles Müller sind nun einmal ebenso schwer zu breaken wie die Amerikaner Sam Querrey oder John Isner – erst recht, wenn der Belag dazu noch schnell ist. Auffällig ist aber, dass diese Spieler den zweiten Aufschlag gar nicht mehr allzu sehr brauchen. So kann ein Ivo Karlovic hier nämlich in beiden Bilanzen in den Top 5 landen, erlaubt sich dabei aber trotzdem durchschnittlich 5,1 Doppelfehler pro Spiel. Am Ende hat er von seinen 35 absolvierten Matches in der Saison 2017 lediglich 15 Stück gewinnen können und blieb einmal mehr ohne Titel. Dennoch bleibt der Rückschluss: ist der 38-jährige Kroate am Ball, wird er nur ganz selten gebreakt, was im Tennis nun einmal eine Wettmöglichkeit ist, die Sie definitiv nicht außer Acht lassen sollten. Sie ist einerseits relevant für Live-Wetten, andererseits bringt die Aufschlagstärke gepaart mit dem schwachen Return-Spiel dieses Spielertyps in jedem Spiel auch eine automatisch hohe Anzahl an erforderlichen Spielen, was wiederum die „Over/Under“ Wettangebote im Pre-Match zusätzlich interessant gestaltet.

Von diesen Besonderheiten aber einmal abgesehen muss mit Blick auf die wirklich krassen Werte von Rafael Nadal, der mit über 60% bei den zweiten Aufschlägen kommt, sowie Roger Federer, der dem Mallorquiner in kaum etwas nachsteht, gesagt werden, dass der 2. Aufschlag ein wichtiges Indiz für Konzentrationsfähigkeit und Nervenstärke darstellt. Wer hier also in der ATP besonders hohe Werte hat, der scheint in der Tat auch in den Spielen favorisiert zu sein, obschon diese Beobachtung nur zu gelten scheint, wenn die Werte drastisch nach oben ausschlagen, denn weder Ivo Karlovic noch Leonardo Mayer oder John Isner haben allzu positiv in der Saison 2017 auf sich aufmerksam machen können. Was sie aber dennoch verbindet, ist ihre erhebliche Körpergröße. Es bleibt also auch hier wieder die Beobachtung, dass starke und große Spieler – eben die sogenannten Aufschlagriesen – grundsätzlich gute Karten haben, in der ATP ihren Service durchzubekommen. Erst recht, wenn der Belag es hergibt, wie beispielsweise auf Rasen oder dem schnellen Hartplatz.

Dennoch bleibt gerade bei der ATP das Fazit, dass das Hauptkriterium der 1. Aufschlag ist und bleibt, sind hier doch die meisten Punkte zu holen. Passt der erste Aufschlag nämlich nicht, kommen für den 2. Aufschlag vor allem die Return-Werte der Gegner ins Spiel.

Die Wichtigkeit des 2. Aufschlags bei den Damen (WTA)

Ähnliche Beobachtungen lassen sich auch für die Damen ziehen, bei denen Spielerinnen mit den besten ersten Aufschlägen vor allem bei den Turnieren, deren Belag es hergibt, weitaus weniger für ihre Punktgewinne zu investieren brauchen. Am Ende haben die Spielerinnen mit den starken ersten Aufschlägen aber trotzdem nicht die ganz großen Major-Titel des Jahres 2017 abgeräumt, weil der Return bei den Damen um einiges relevanter ist. Bitte lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag über die Rolle von Service- und Returnspiel in der WTA (hier klicken).

Auf den zweiten Aufschlag gemünzt muss man sogar sagen, dass er in der WTA keine allzu große Rolle mehr spielt, denn kaum eine Spielerin schafft es hier im Jahr 2017, die 50%-Marke zu knacken. Ein krasses Beispiel ist hier auch die junge Lettin Jelena Ostapenko, die neben ihrem Sieg bei den French Open 2017 unter anderem auch noch in Seoul einen weiteren Einzeltitel in der Saison 2017 holen konnte und am Ende zu den großen Gewinnerinnen zählte. Aus ausgemachte Return-Spielerin sind bei ihr vor allem die Aufschläge ein großes Manko. So gelangen ihr im druckvoll gespielten ersten Aufschlag zwar auch 174 Asse im Jahr – und damit fast doppelt so viele wie der Weltranglistenersten Simona Halep –, wenn aber im zweiten Aufschlag das Risiko abgewogen werden musste, leistete sie sich einerseits viele Doppelfehler und brachte den Ball andererseits oftmals unterdurchschnittlich langsam zur Gegnerin rüber, was darin mündete, dass sie lediglich in 43,4% aller Fälle mit dem zweiten Aufschlag noch einen Punkt erzielte. Und dennoch holte sie sich zwei bedeutende Turniersiege im Jahr 2017.

Kurzum: einen guten zweiten Aufschlag zu haben, ist in Situationen, in denen das Spiel zu kippen droht, von großem Vorteil. Am Ende macht jedoch der im Feld der Gegnerin platzierte erste Aufschlag den Unterschied in einem guten Service-Spiel aus.

Fazit

In diesem Beitrag haben wir uns die Wichtigkeit des 2. Aufschlags im Tennis angeschaut und nach potenziellen Rückschlüssen für Wettverhalten Ausschau gehalten. Dabei sind wir zu dem interessanten Ergebnis gekommen, dass der 2. Aufschlag gewissermaßen „nice to have“ ist, aber definitiv kein „must have“. So sind Spielerinnen und Spieler, die hier nur mit durchschnittlichen Werten versehen sind, immer noch dazu in der Lage, die Spiele an sich zu reißen und das Aufschlagspiel im Allgemeinen in gewonnene Spiele zu verwandeln, denn Unterscheidungsmerkmal Nummer eins ist und bleibt eben der 1. Aufschlag.

Ohnehin ist der Rückschluss, den Sie mit Blick auf die Werte bei den zweiten Aufschlägen auf komplette Spiel- und Ergebniswetten ziehen können, relativ gering, sind Werte wie gutes Return-Spiel (vor allem bei den Frauen, wo ohnehin viel weniger Asse geschlagen werden) doch um einiges relevanter.

Dennoch: wer auf die Anzahl der Spiele wetten möchte oder wer während der Partien den zusätzlichen Kick der Live-Wetten sucht und ggf. auf Breaks spekulieren möchte, der bekommt beim zweiten Aufschlag etliche wichtige Anhaltspunkte geliefert. So sagt der Wert mindestens über die Nervenstärke und Konzentrationsfähigkeit von Spielerin, bzw. Spieler einiges aus und lässt überdies Rückschlüsse zu, in welchen Phasen eines Spiels Breaks besonders wahrscheinlich sind.




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