WTA Kalender 2019 – Damen Tennis Turniere

WTA Wetten

Zum bereits 49. Mal in der Geschichte des Damen Tennis wird die Women’s Tennis Association, kurz WTA, das kompetitive Tennis Jahr veranstalten. Dabei geht es einmal mehr sehr eng zu an der Spitze der WTA Weltrangliste, die auch in dieser Winterpause von Simona Halep angeführt wird. Bemerkenswert, da die Rumänin ihre Teilnahme an den WTA Tour Championships in Singapur verletzungsbedingt absagen musste. Entthront werden konnte die Rumänin letztlich nach souveränem Jahr trotzdem nicht, wird allerdings von Anfang an in 2019 wieder die Gejagte sein, wenn Spielerinnen wie Angelique Kerber, Caroline Wozniacki, Elina Svitolina, Naomi Osaka oder auch Sloane Stephens darauf brennen, sich weitere bedeutende Turniersiege sichern zu können.

Und Chancen dazu wird es en masse geben, denn die WTA Tour 2019 besteht aus sage und schreibe 58 Turnieren. Anders als bei den Männern, wo die Nummer im Titel der Turnier Kategorie gleichermaßen auch die Wertung für die Weltrangliste angibt, unterteilen sich die Damen Tennis Turniere der WTA dabei auf die folgenden Kategorien:

  • WTA Premier Mandatory (4 Turniere)
  • WTA Premier 5 (5 Turniere)
  • WTA Premier (12 Turniere)
  • WTA International (31 Turniere)

Hinzu kommen die vier Grand Slam Turniere, die zwar streng genommen von der ITF veranstaltet werden, allerdings auch im Jahr 2019 bei jeweils 2.000 Punkten fürs Ranking einen gewaltigen Boost für die vier Siegerinnen in der WTA Weltrangliste bedeuten werden – den größten, der in der WTA Tour möglich ist. Die acht punktbesten Damen werden am Saisonende außerdem wieder an der Jahresendveranstaltung „WTA Tour Championships“ teilnehmen dürfen, wenn es gilt, die offizielle Weltmeisterin des Jahres 2019 zu finden. Das wird erstmals seit fünf Jahren dabei nicht mehr in Singapur stattfinden, sondern in Shezhen in China, das den Zuschlag bis einschließlich der WTA Finals 2028 erhalten hat. Die nächstbesten zwölf Damen im Ranking, die nicht an den WTA Finals teilnehmen werden, treten bereits eine Woche zuvor im chinesischen Zhuhai um die WTA Elite Trophy an, was insgesamt also eine Summe von 58 hochkarätigen Einzelturnieren bedeutet. Tennis satt also.

Lediglich bei der niedrigsten Kategorie, dem einfachen WTA International, ist aufgrund des verhältnismäßig geringen Stellenwerts eher selten eine Topspielerin unter den Teilnehmerinnen zu finden. Sind diese Turniere mit 31 Stück aber am zahlreichsten vertreten, so haben wir im folgenden Kalender für Sie alle restlichen 27 Topevents der Tennis Damen für das Jahr 2019 gesammelt, damit Ihnen unter Garantie kein einziges Topturnier entgehen wird.

Wie eng beieinander das Jahr 2018 dabei zuletzt war, geht somit auch leicht aus dem Kalender hervor, in dem bei all diesen Major-Turnieren regelmäßig andere Damen als Gesamtsiegerin vermerkt worden sind. Das zeigt sich schon alleine an den Grand Slams, die alle vier an eine andere Dame gingen. Lediglich Simona Halep und Serena Williams waren dabei in zwei Endspielen vertreten. Nun aber zu den 27 wichtigsten Events der WTA im Jahr 2019:

WTA Kalender 2019 – Übersicht Damen Tennis Turniere

Turnier Austragungsland / -ort Datum Titelverteidigerin
Brisbane International Australien (Brisbane) ab 31. Dezember 2018  Elina Svitolina
Sydney International Australien (Sydney) ab 7. Januar 2019  Angelique Kerber
Australian Open Australien (Melbourne) ab 14. Januar 2019  Caroline Wozniacki
St. Petersburg Ladies‘ Trophy Russland (Sankt Petersburg) ab 28. Januar 2019  Petra Kvitova
Qatar Open Katar (Doha) ab 11. Februar 2019  Petra Kvitova
Dubai Tennis Championships Vereinigte Arabische Emirate (Dubai) ab 18. Februar 2019  Elina Svitolina
Indian Wells Open Vereinigte Staaten von Amerika (Indian Wells) ab 4. März 2019  Naomi Osaka
Miami Open Vereinigte Staaten von Amerika (Miami) ab 18. März 2019  Sloane Stephens
Charleston Open Vereinigte Staaten von Amerika (Charleston) ab 1. April 2019  Kiki Bertens
Stuttgart Open Deutschland (Stuttgart) ab 22. April 2019  Karolina Pliskova
Madrid Open Spanien (Madrid) ab 6. Mai 2019  Petra Kvitova
Italian Open Italien (Rom) ab 13. Mai 2019  Elina Svitolina
French Open Frankreich (Paris) ab 27. Mai 2019  Simona Halep
Birmingham Classic Vereinigtes Königreich (Birmingham) ab 17. Juni 2019  Petra Kvitova
Eastbourne International Vereinigtes Königreich (Eastbourne) ab 24. Juni 2019  Caroline Wozniacki
The Championships, Wimbledon Vereinigtes Königreich (London) ab 1. Juli 2019  Angelique Kerber
Stanford Classic Vereinigte Staaten von Amerika (Stanford) ab 29. Juli 2019  Mihaela Buzarnescu
Rogers Cup (Canadian Open) Kanada (Montreal) ab 5. August 2019  Simona Halep
Western & Southern Open (Cincinnati Open) Vereinigte Staaten von Amerika (Cincinnati) ab 12. August 2019  Kiki Bertens
Connecticut Open Vereinigte Staaten von Amerika (New Haven) ab 19. August 2019  Aryna Sabalenka
US Open Vereinigte Staaten von Amerika (New York) ab 26. August 2019  Naomi Osaka
Pan Pacific Open Japan (Tokio) ab 16. September 2019  Karolina Pliskova
Wuhan Open China (Wuhan) ab 23. September 2019  Aryna Sabalenka
China Open China (Peking) ab 30. September 2019  Caroline Wozniacki
Kremlin Cup Russland (Moskau) ab 14. Oktober 2019  Daria Kasatkina
WTA Finals Singapur (Singapur) ab 21. Oktober 2019  Elina Svitolina
WTA Elite Trophy China (Zhuhai) ab 28. Oktober 2019  Ashleigh Barty

WTA Kalender 2019 – Was uns erwartet

Im Vergleich zur Vorsaison sind Veränderungen in der WTA Tour nahezu nicht existent. Die WTA Premier Mandatory, WTA Premier 5 und WTA Premier Turniere haben allesamt ihren Status beibehalten und gehen ohne Veränderungen in ihre jeweils nächste Ausgabe, während auch die Elite Trophy im chinesischen Zhuhai verbleiben wird. Lediglich die WTA Finals werden zum zwar bekannten Datum und in exakt der gleichen Kalenderwoche abgehalten, nur eben – wie eingangs angesprochen – nicht mehr in Singapur, sondern in Shezhen ebenfalls in China. Dort dafür dann aber insgesamt zehn Mal in Serie bis einschließlich 2028.

Das bedeutet einerseits für die Damen der WTA aber andererseits auch für die Fans eine gewisse Routine und etwas Konstantes, an das man sich klammern kann. So gibt es die kleinen und sehr marginalen Umstellungen nur auf der Ebene der WTA International Turniere, wobei ein kleines Event wie die Taiwan Open nach gerade einmal drei Ausgaben wieder aus dem Turnierplan herausgefallen ist. Dafür aber wieder mit dabei, ist die Mallorca Open, die im Rahmen der Rasen Saison zum vierten Mal in Folge eine tolle Ergänzung für die kurze Phase in der Saison ist, die auf dem grünen Belag stattfinden wird.

Die fünf Damenturniere im deutschsprachigen Raum in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind derweil gleich geblieben. Die Ladies Open Biel Bienne findet zum zweiten Mal in Serie nicht mehr in Biel, sondern in Lugano statt, wo es abermals im Swiss National Tennis Centre zur Sache gehen wird. Derweil ist außerdem die Swiss Open nach nur drei Jahren von Gstaad wieder zurück nach Lugano gezogen, wo das Turnier letztmals zwischen 1981 und 1986 abgehalten worden ist. Bei den Events in Deutschland und Österreich hat sich dafür gar nichts geändert.

Fans aus dem deutschsprachigen Raum sollten sich also unbedingt diese fünf Termine rot im Kalender anstreichen:

  • 8. April 2019: Ladies Open Lugano (Lugano, Schweiz)
  • 22. April 2019: Stuttgart Open (Stuttgart, Deutschland)
  • 20. Mai 2019: Nuremberg Cup (Nürnberg, Deutschland)
  • 15. Juli 2019: Swiss Open (Lausanne, Schweiz)
  • 7. Oktober 2019: Linz Open (Linz, Austria)

WTA World Tour 2019 – Die Favoritinnen

Ganz weit oben auf dem Zettel muss man selbstverständlich auch für die Saison 2019 wieder die amtierende Weltranglistenerste Simona Halep haben. Die Rumänin hat sich bis auf ganz wenige Wochen Unterbrechung in der gesamten Saison 2018 auf Platz eins im Ranking gehalten und konnte spätestens bei den French Open dann auch endlich all die lästigen Kritiker verstummen lassen, die der bis dahin unvollendeten Spielerin das Zeug zum Superstar absprechen wollten. Nachdem sie zuvor bei drei Grand Slam Endspielen in Serie als Verliererin vom Platz gegangen war und sich auch bei den WTA Tour Championships 2014 im Finale nicht krönen konnte, gelang ihr das dann endlich bei den French Open 2018. Damit rechnen, dass sie auch in 2019 wieder oben angreifen wird, sollte man daher unbedingt, denn der Titelgewinn dürfte für ihre Psyche definitiv auch Gold wert gewesen sein.

Ebenfalls eine große Rolle könnte Elina Svitolina spielen. Die Ukrainerin ist erstens noch eine der jüngsten Damen an der Spitze der WTA Weltrangliste und hat zudem zwei Jahre in Serie etliche Titelgewinne feiern können. Und zweitens hat auch sie nun endlich den ersten Major-Titel in der Tasche, als sie sich ausgerechnet bei den WTA Finals 2018 zur Weltmeisterin krönen konnte. Gewisse Vorschusslorbeeren werden auch in 2019 damit einhergehen. Zwar haftet ihr noch der Ruf an, bei den ganz großen Grand Slam Turnieren noch nicht mithalten zu können und stets hinter den an sie gesteckten Erwartungen zurückzubleiben, genau das könnte sich aber in der neuen Tennis Saison drastisch ändern.

Auch ihre Finalgegnerin Sloane Stephens dürfte hier und da für einen Titelgewinn gut sein. Die Amerikanerin, die 2017 wie aus dem Nichts die US Open gewann, nur um anschließend eine beispiellose Niederlagenserie zu durchlaufen, schwankt zwar meistens zwischen Genie und Wahnsinn – oder anders ausgedrückt: zwischen Turnieren, in denen sie nahezu alles, was ihr im Weg steht, in dominanter Manier vom Feld fegt, und Turnieren, in denen sie in ihrem allerersten Match an krassen Außenseiterinnen scheitert. Dennoch lässt sich oftmals ab einem gewissen Level, sobald sie sich in ein Turnier hineingefuchst hat, relativ zuverlässig voraussagen, dass mit ihr zu rechnen ist. Auf ihre Erstrundenmatches sollte dennoch tendenziell lieber nicht gewettet werden.

Apropos Dominanz. Auch ihre Landsfrau Serena Williams geht mit großen Zielen in die Saison 2019. Schon 2018 als „Comeback player of the year“ gewählt, wird die 37-jährige Mutter, die sich nach der langen Babypause noch mal nach oben gekämpft hat, von einem ganz besonderen Ziel angetrieben: der Rekord von Margaret Court. Die hat ihrer Zeit 24 Grand Slam Trophäen gewinnen können – eine mehr als Serena Williams, die aktuell bei 23 steht und zuletzt sowohl im Endspiel der Wimbledon Championships 2018 als auch bei den US Open 2018 den Titel liegen gelassen hatte. Wer die Amerikanerin kennt, der wird wissen, dass auch in 2019 bei ihrem unbändigen Ehrgeiz damit zu rechnen ist, dass sie sich den Rekord noch irgendwie holt. Gerade bei den Grand Slam Turnieren in 2019 wird Serena Williams eine sichere Bank sein – soviel dürfte sicher sein.

Im Blickfeld sollte auch Angelique Kerber behalten werden. Bis zu ihrem überraschenden Wimbledon-Sieg, der keineswegs völlig aus dem Nichts kam, spielte sie eine unfassbar starke Saison, die sie als Nummer zwei der WTA Weltrangliste und damit als Hauptverfolgerin von Simona Halep beendet hat. Für umso mehr Verwunderung hatte ihre plötzliche Trennung von Erfolgstrainer Wim Fissette gesorgt, die nur wenige Tage vor den WTA Finals bekannt gegeben wurde. In 2019 wird sie es unter der Führung von Rainer Schüttler probieren. Und das eröffnet eine sehr hohe Varianz. Von einer weiteren Erfolgssaison bis hin zu einem erneuten Jahr im Nirwana der WTA Weltrangliste wird vieles für möglich gehalten. Ein solch drastischer Absturz wie im Jahr 2017 käme dann aber doch überraschend. Alles in allem dürfte sie sich aller Voraussicht nach konstant in den Top 10 bewegen und hier und da für einen Titelgewinn gut sein.

Für Titelgewinne gut ist außerdem stets Petra Kvitova, die in 2018 mit fünf gewonnenen Einzeltiteln die offiziell erfolgreichste Spielerin des Jahres war, auch wenn ihr die ganz großen Würfe verwehrt geblieben waren. Immerhin: bei der WTA Madrid 2018 war auch ein Titel bei einem WTA Premier Mandatory mit dabei. Weil die Tschechin es zudem auf allen Belagen gleichermaßen gut kann und auch schon zwei Grand Slam Trophäen vorzuweisen hat, ist sie in manchen Konstellationen immer eine Art offene Geheimfavoritin, die ein jeder Tennis Tipper auf dem Schirm haben sollte.

Interessant wird es zudem sein, wie die Entwicklung von Naomi Osaka und Aryna Sabalenka weitergehen wird. Die Japanerin holte sich gerade erst bei den US Open 2018 ihren allerersten richtig großen Major-Titel, nachdem sie in dem Jahr ihres großen Durchbruchs bereits in Indian Wells ein WTA Premier Mandatory für sich entscheiden konnte. Aryna Sabalenka hat solche großen Coups zwar noch nicht vorzuweisen, die 20-jährige Weißrussin wurde aber gerade erst vom Komitee der WTA zur offiziellen Newcomerin des Jahres 2018 gewählt – nicht zuletzt auch wegen ihres Gesamtsiegs bei der WTA Wuhan 2018 – immerhin ein WTA Premier 5 Turnier. In diese Kerbe schlägt übrigens neben Daria Kasatkina auch die Australierin Ashleigh Barty, die einst den Tennisschläger an den Nagel gehängt hatte, um professionell Cricket zu spielen. Die inzwischen 22-Jährige sicherte sich am Jahresende die WTA Elite Trophy. Ein Vorstoß in die Top 10 ist definitiv denkbar.

Und dann gibt es noch eine ganze Reihe an ehemaliger Grand Slam Siegerinnen, die zwar nicht unmittelbare Kandidatinnen für die großen Titel in 2019 sein werden, aber stets das Potenzial mitbringen, um hier und da kleine und große Einzeltitel in der WTA Tour 2019 für sich zu entscheiden. Beispielsweise Australian Open 2018 Siegerin Caroline Wozniacki oder die 2016er French Open und 2017er Wimbledon Siegerin Garbine Muguruza, die zuletzt in 2018 ein schwaches Jahr nur auf Platz 18 der WTA Weltrangliste beendet hat.

Nicht genannt, aber in einer vom Leistungsgefälle her sehr engen WTA auch stets zu dem erweiterten Kreis der Favoritinnen zu zählen, sind last, but not least, Namen wie Karolina Pliskova, Kiki Bertens, Anastasija Sevastova, Madison Keys und Caroline Garcia. Kandidatinnen für ein Comeback an der Weltspitze wären außerdem Maria Sharapova und Victoria Azarenka. Kurzum: auch in 2019 gibt es so viele Spielerinnen in der WTA Tour wie selten zuvor, die sich für die großen Major-Titel empfehlen könnten.