Der Generationenwechsel in der ATP – Wer wird die neue Nr. 1 nach den Big Four?


Rafael Nadal - © FlashStudio / Shutterstock.com

Die Big Four der ATP World Tour, das sind unter allen noch aktiven Athleten zweifelsohne Rafael Nadal, Roger Federer, Novak Djokovic und Andy Murray – und damit eben auch vier Spieler, die schon 30 Jahre und älter sind. Zwar haben gerade letztes Jahr erst Rafael Nadal und Roger Federer mit jeweils zwei gewonnenen Grand Slam Turnieren den Jungspunden im Herren Tennis noch mal gezeigt, dass das Alter in dem physisch anspruchsvollen Sport keineswegs ein Hindernis ist, der Zahn der Zeit nagt aber dennoch an ihnen. Nicht durch puren Zufall sind derzeit Novak Djokovic, Rafael Nadal und auch Andy Murray allesamt verletzt, während Roger Federer zwar nach einer sehr hartnäckigen Verletzung in 2017 noch mal ein sensationelles Comeback hingelegt hat, jedoch bei genauerem Hinsehen gerade mal zwölf Turniere gespielt hat, was klar darauf verweist, dass auch er sich seine verbliebenen Kräfte mit Weisheit einteilen muss.

Lange Rede, kurzer Sinn: es wäre schon hochgradig bemerkenswert, wenn in fünf Jahren noch einer dieser „Big Four“ aktiv und regelmäßig im Einzel auf Titeljagd in der ATP World Tour gehen wird. Und noch weitaus verwundernswerter wäre es, wenn ein Spieler dann tatsächlich noch Platz eins der ATP Weltrangliste erstürmen könnte. Viel wahrscheinlicher ist es, dass in fünf Jahren völlig andere Namen im Rennen um die Führungsposition in der ATP sein werden und ein Generationenwechsel stattgefunden haben wird. Die Frage ist nur, wer es sein könnte. Spieler wie Marin Cilic und Juan Martin del Potro, die beide schon einen Grand Slam gewonnen haben und temporär auch Siege gegen die Big Four feiern konnten, sind eben beide auch schon 29 Jahre alt und wären damit ebenfalls im klar gehobenen Tennis Alter, sobald der Weg für sie theoretisch frei wäre. Vizeweltmeister David Goffin ist schon 27 und Weltmeister Grigor Dimitrov könnte bei guter Saison 2018 mit seinen 26 Jahren womöglich mal temporär zur neuen Nr. 1 aufsteigen, allerdings sicherlich auch nicht mehr nachhaltig über einen längeren Zeitraum hinweg die ATP World Tour dominieren.

Gesucht sind also Spieler, die noch unter 25 Jahren jung sind, aber dennoch schon auf die eine oder andere Art und Weise ihren Durchbruch in der ATP World Tour hatten. Spieler, die schon bewiesen haben, dass sie das Zeug zum Weltranglistenersten haben, die allerdings noch etwas Zeit brauchen. Und genau diese Art von Spieler haben wir im heutigen Tennis Wetten Ratgeber für Sie herausgesucht. Denn: nicht nur sind die hier vorgestellten Namen zu in der Regel extrem lukrativen Quoten gerade im Vorfeld von großen Turnieren fast immer einen Gesamtsieger Tipp wert, sondern wann immer sie auf die aktuellen Big Four treffen oder es ganz allgemein mit Kontrahenten aus den Top 10 der ATP Weltrangliste zu tun bekommen, sind hier gewinnbringende Außenseiterwetten möglich. Behalten Sie die Namen, mit denen wir uns nun also näher befassen, unbedingt im Hinterkopf!

Alexander Zverev – 20. April 1997 (20 Jahre)

  • Nummer 5 der ATP Weltrangliste
  • Sechs gewonnene Einzeltitel in der ATP World Tour – darunter zwei Masters-Titel
  • ATP Star of Tomorrow 2015
Alexander Zverev - © Rena Schild / Shutterstock.com

Der Shootingstar aus Deutschland hat spätestens mit den fünf Turniersiegen in der Saison 2017 seinen endgültigen Durchbruch in der ATP World Tour verzeichnen können. Im Endspiel der ATP Rom 2017 holte er sich dabei seinen ersten Major-Titel mit glattem 2:0-Erfolg über Novak Djokovic, ehe er im Finale vom Rogers Cup ein zweites ATP World Tour Masters 1000er Turnier gewann, indem er Roger Federer mit 2:0 schlug. Es war eine von nur fünf Saisonniederlagen für den Schweizer und vor allem auch seine einzige Niederlage in 2017, bei der er ohne eigenen Satzgewinn geblieben war. Mit seinen gerade erst 20 Jahren ist „Sascha“ Zverev dabei schon jetzt ein ganz Großer. Obwohl 2018 bisher noch nicht allzu gut für ihn verläuft und er auch bei den Grand Slam Turnieren noch nie geglänzt hat, sollte der Deutsche über kurz oder lang zum ersten deutschen Weltranglistenersten seit Boris Becker heranreifen können. Von großem Vorteil ist dabei auch, dass Alexander Zverev als Allrounder gilt und nicht etwa auf bestimmte Beläge festgelegt ist.

Nick Kyrgios – 27. April 1995 (22 Jahre)

  • Nummer 16 der ATP Weltrangliste
  • Vier gewonnene Einzeltitel in der ATP World Tour
  • 2014 nach Sieg über Rafael Nadal im Wimbledon Viertelfinale
Nick Kyrgios - © jctabb / Shutterstock.com

Nicholas Hilmy Kyrgios, bekannt als Nick Kyrgios, gehört zweifelsohne zu den begnadetsten Tennis Spielern der ATP World Tour. Zu schade, dass das australische „enfant terrible“ sich selbst das Leben immer wieder unnötig schwer macht, weil er gerade in seinen Anfangsjahren einen Skandal nach dem anderen produziert hat. Von Turnieren, in denen er lustlos die Spiele abgeschenkt hat, um das Startgeld abzugreifen und anschließend eine Pause zu haben, über kontroverse Beleidigungen seiner Gegenspieler (bspw. Stan Wawrinka, dem er auf dem Platz sagte, Thanasi Kokinakis habe mit seiner Freundin geschlafen) bis hin zu seiner allgemein eher gleichgültigen Einstellung gegenüber Tennis gerät er immer wieder negativ in die Schlagzeilen. Und das ist ausgesprochen schade, denn Nick Kyrgios ist der einzige Spieler der Welt, der im jeweils allerersten Match sowohl gegen Roger Federer und Rafael Nadal als auch gegen Novak Djokovic einen Sieg davongetragen hat. Wer sonst sollte also später einmal der legitime Nachfolger dieser Schwergewichte werden? Angesichts der Tatsache, dass der Australier jedoch mit seiner allgemeinen Lustlosigkeit selbst sein größter Gegner ist und seine Karriere seit dem bärenstarken Jahr 2016 etwas ins Stagnieren geraten ist, ist das Risiko aber auch nicht gerade gering, dass das „enfant terrible“ ein ewiges Talent bleiben wird. Schließlich gehört am Ende mehr dazu, an die Spitze zu kommen und dort auch zu bleiben. Für große Siege dürfte Nick Kyrgios dennoch immer mal wieder gut sein.

Dominic Thiem – 3. September 1993 (24 Jahre)

  • Nummer 6 der ATP Weltrangliste
  • Neun gewonnene Einzeltitel in der ATP World Tour
  • 2016 und 2017 im Halbfinale der French Open
Dominic Thiem - © Leonard Zhukovsky / Shutterstock.com

Der Österreicher Dominic Thiem ist über den Status „Nachwuchshoffnung“ oder „Shootingstar“ bereits hinaus und hat sich nachhaltig in den Top 10 der ATP World Tour etablieren können. Bereits jetzt gilt er auf seinem Lieblingsbelag Sand als einer der besten Tennis Spieler der Welt und kann in der Sandplatzsaison für gewöhnlich nur von Rafael Nadal gestoppt werden, dem er in 2017 aber auch die einzige Saisonniederlage des Jahres auf seinem Paradebelag zufügen konnte. Der ganz große Titel fehlt Dominic Thiem zwar noch und über die gesamte Saison betrachtet taucht er außerhalb der Sandplatzturniere oftmals ab, jedoch steigert er sich noch immer von Jahr zu Jahr. Wieso sollte er also nicht spätestens nach dem Abgang von Rafael Nadal in dessen Fußstapfen als nächster Sandplatzkönig der ATP World Tour werden? Und schließlich hat der Stier von Manacor seine Spitzenposition in der ATP Weltrangliste lange Zeit auch vorwiegend über die Performance auf Sand gehalten…

Kyle Edmund – 8. Januar 1995 (23 Jahre)

  • Nummer 25 der ATP Weltrangliste
  • Fünf gewonnene Turniere in der ATP Challenger Tour
  • Davis Cup Sieger 2015
  • Bei den Australian Open 2018 erstmals im Halbfinale eines Grand Slam Turniers

Obschon er bereits 23 Lenze auf dem Buckel hat und im Gegensatz zu den bisher genannten Kandidaten noch nie ein Turnier bei der ATP World Tour gewinnen konnte, gilt Kyle Edmund als ausgesprochen großes Talent. Das liegt nicht nur daran, dass er in jungen Jahren im Juniorenbereich schon zwei Grand Slam Turniere gewinnen konnte, sondern auch an seiner kontinuierlichen Weiterentwicklung. Geboren in Südafrika und wohnhaft auf den Bahamas spielt der Kosmopolit dabei unter der Flagge des Vereinigten Königreichs, für das er 2015 am Davis Cup Sieg beteiligt war. Jüngst in 2018 feierte er weitere Meilensteine und meldete sich bärenstark aus der Winterpause zurück, als er in Melbourne bei den Australian Open seinen ersten Sieg gegen einen Top 10 Spieler feiern konnte, als er im Viertelfinale den amtierenden Weltmeister Grigor Dimitrov aus dem Wettbewerb kegelte und das Halbfinale erreichte. Wenn er so weitermacht, sollte aus dem Spätstarter allermindestens noch ein gestandener Top 10 Spieler werden. Das Zeug dazu hat er jedenfalls.

Lucas Pouille – 23. Februar 1994 (24 Jahre)

  • Nummer 15 der ATP Weltrangliste
  • Fünf gewonnene Einzeltitel in der ATP World Tour
  • Davis Cup Sieger 2017
  • 2016 in zwei aufeinanderfolgenden Grand Slam Turnieren im Viertelfinale

Der Franzose Lucas Pouille fliegt häufig unter dem Radar, obwohl er längst zu den etablierten Größen in der ATP World Tour zu zählen ist und in der aktuellen ATP Weltrangliste der am besten platzierte Athlet aus Frankreich ist – dem Land, das sich in 2017 den Davis Cup geholt hat, wobei ausgerechnet der Sieg von Lucas Pouille beim Stand von 2:2 den Titel eingebracht hat im großen Finale gegen Belgien. Zwar konnte er auf den ganz großen Bühnen an die beiden Grand Slam Viertelfinals in Wimbledon und bei den US Open aus dem Jahr 2016 zuletzt nicht mehr anknüpfen, dafür stand der ebenfalls sehr vielseitige Spieler in 2018 schon in zwei Endspielen und sicherte sich in Montpellier sogar den Titel. Unter anderem feierte das Talent schon mal einen Sieg über Rafael Nadal. Er mag zwar nicht mehr ganz der Jüngste sein, sobald die Big Four aber den Schläger an den Nagel hängen, dürfte er im besten Tennis Alter stehen.

Überragendes Live Wetten Angebot
Beste Aktionen für Bestandskunden
Toller Bonus für Neukunden!

Andrey Rublev – 20. Oktober 1997 (20 Jahre)

  • Nummer 32 der ATP Weltrangliste
  • Ein gewonnener Einzeltitel in der ATP World Tour
  • Finalist der Next Generation ATP Finals 2017

Mit seinem sehr jungen Alter hat der Russe Andrey Rublev im Jahr 2017 ein Kunststück der besonderen Art geschafft: er gewann bei der ATP Umag in Kroatien ein Turnier, für das er eigentlich gar nicht vorgesehen war, da er in der Qualifikation gescheitert war. Nur durch das „lucky loser“ Los, das ihm wegen einer kurzfristigen Absage doch noch den Platz im Hauptfeld beschert hat, war er dann doch angetreten – und konnte prompt den Gesamtsieg davontragen. Seine Performance bei den ATP Next Generation Finals 2017 in Mailand bestätigte den Aufschwung des russischen Jungspunds, der im Endspiel seine 1:0-Führung jedoch nicht in einen Sieg zu verwandeln wusste. Nichtsdestotrotz gilt der Russe als Ausnahmetalent und hat sich inzwischen sehr gut in der ATP World Tour etabliert. Gewiss braucht er noch einiges an Zeit. Potenzial, irgendwann einmal zur ersten russischen Nummer eins seit Marat Safin zu werden, bringt er jedenfalls ausreichend mit.

Frances Tiafoe – 20. Januar 1998 (20 Jahre)

  • Nummer 61 der ATP Weltrangliste
  • Ein gewonnener Einzeltitel in der ATP World Tour

Der Amerikaner Frances Tiafoe bewegte sich bis zuletzt vorwiegend noch in der ATP Challenger Tour, wo er bereits vier Einzeltitel holen konnte, ehe ihm nun auch bei der ATP Delray Beach 2018 der erste Turniersieg bei den Großen geglückt ist. Dabei konnte er in Form von Superstar und Topfavorit Juan Martin del Potro schon seinen zweiten Top 10 Spieler bezwingen, nachdem er letzten Sommer bei den Western & Southern Open noch aus dem Nichts den deutschen Shootingstar Alexander Zverev schlagen konnte. Seine starke Jahresbilanz verweist auf das enorme Potenzial, das er mitbringt und das unter anderem auch Tennis Ikone John McEnroe in ihm sieht. Mit seinem sehr aggressiven Offensivspiel muss er zwar noch mehr Sicherheit bekommen, könnte dann aber ein absoluter Superstar werden.

Hyeon Chung – 19. Mai 1996 (21 Jahre)

  • Nummer 29 der ATP Weltrangliste
  • Ein gewonnener Einzeltitel in der ATP World Tour
  • Next Generation ATP Finals Champion 2017

Spätestens als Alexander Zverev wegen seiner Ausnahmesaison am Ende des Jahres 2017 bei den „echten“ ATP World Tour Finals angetreten war und damit für die Nachwuchsveranstaltung in Mailand nicht mehr in Frage kam, konnte sich Shootingstar Hyeon Chung aus dem Schatten des Deutschen lösen. Der Südkoreaner sicherte sich nicht nur den Titel in Mailand, sondern überraschte auch Anfang des Jahres bei den Australian Open noch mal die gesamte Szene, als er neben Alexander Zverev auch noch Novak Djokovic aus dem Wettbewerb kegeln konnte – Letztgenannten sogar mit einem glatten 3:0. Erst im Halbfinale konnte Roger Federer seinen Lauf beenden, dennoch ist der erste Südkoreaner, der jemals ein Grand Slam Turnier Semifinale erreicht hat, seitdem in aller Munde. Als Hoffnungsträger seines Landes lastet zwar nun ein hoher Erwartungsdruck auf ihm, insgesamt dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, ehe Hyeon Chung weitere große Erfolge verzeichnen wird.




Die genannten Angebote sind möglicherweise auf Neukunden beschränkt oder nicht mehr gültig. Es gelten die AGB des Wettanbieters. Genaue Details ersehen Sie bitte direkt aus der Webseite des Wettanbieters. Alle Tipps basieren auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!

Die Top 3 Wettanbieter für Tennis-Wetten:

Aktuelle Tennis Wett Tipps: