ATP Kalender 2019 – Herren Tennis Turniere

ATP Wetten

Das Jahr 2019 wird ein ganz besonderes Tennis Jahr in der ATP World Tour. Es handelt sich nämlich um eine handfeste Jubiläumssaison. Zum bereits 50. Mal veranstaltet die Association of Tennis Professionals, kurz ATP, eine kompetitive Tennis Saison, in deren Rahmen es insgesamt 67 Turniere geben wird. Hochkarätige Besetzungen dürften dabei auch in diesem Jahr wieder vorprogrammiert sein, wenn die Turniere der ATP abermals in die folgenden drei Kategorien eingeteilt werden:

Gerade die 500er und 1000er Turniere sind dabei besonders anziehend für die Topspieler, ist doch hier auch das Preisgeld dementsprechend hoch. Am Ende der Saison qualifizieren sich überdies in gewohnter Form die besten acht Spieler des Jahres für die ATP World Tour Finals sowie die besten acht Spieler, die zu Beginn der Saison maximal 21 Jahre alt waren und nicht bereits für die ATP Finals qualifiziert sind, für die ATP Next Gen Finals 2019. Abgerundet wird das Turnierjahr selbstverständlich auch in 2019 wieder durch die vier Grand Slam Turniere, die allerdings ganz streng genommen von der ITF veranstaltet werden – auch, wenn dies natürlich bei 2.000 Punkten für die ATP Weltrangliste, die der Gesamtsieger hier erhält, die mit Abstand bedeutendste Turnierkategorie der ATP World Tour ist.

Damit Sie keines der ganz besonderen Herren Tennis Turniere im Jahr 2019 verpassen, haben wir hier für Sie einen ATP Kalender mit allen Events der Jubiläumsausgabe der ATP World Tour zusammengestellt. Hierin enthalten sind neben den vier Grand Slam Turnieren und der Weltmeisterschaft zum Jahresende alle 13 ATP World Tour 500 Turniere sowie die neun prestigeträchtigen ATP World Tour Masters 1000 Turniere. Zu all diesen Events finden Sie bei uns auf der Webseite regelmäßige Artikel und Berichterstattungen, in denen wir Ihnen stichhaltige Prognosen und Tipps zu Ihren Tennis Wetten liefern.

ATP Kalender 2019 – Übersicht Herren Tennis Turniere

Turnier Austragungsland / -ort Datum Titelverteidiger
Australian Open Australien (Melbourne) ab 14. Januar 2019 Roger Federer
Rotterdam Open Niederlande (Rotterdam) ab 11. Februar 2019 Roger Federer
Rio Open Brasilien (Rio de Janeiro) ab 17. Februar 2019 Diego Schwartzman
Dubai Tennis Championships Vereinigte Arabische Emirate (Dubai) ab 25. Februar 2019 Roberto Bautista Agut
Mexican Open Mexiko (Acapulco) ab 25. Februar 2019 Juan Martin del Potro
Indian Wells Masters Vereinigte Staaten von Amerika (Indian Wells) ab 4. März 2019 Juan Martin del Potro
Miami Open Vereinigte Staaten von Amerika (Miami) ab 18. März 2019 John Isner
Monte-Carlo Masters Monaco (Monte Carlo) ab 15. April 2019 Rafael Nadal
Barcelona Open Spanien (Barcelona) ab 22. April 2019 Rafael Nadal
Madrid Open Spanien (Madrid) ab 6. Mai 2019 Alexander Zverev
Italian Open Italien (Rom) ab 13. Mai 2019 Rafael Nadal
French Open Frankreich (Paris) ab 27. Mai 2019 Rafael Nadal
Queen’s Club Championships Vereinigtes Königreich (London) ab 17. Juni 2019 Marin Cilic
Halle Open Deutschland (Halle) ab 17. Juni 2019 Borna Coric
The Championships, Wimbledon Vereinigtes Königreich (London) ab 1. Juli 2019 Novak Djokovic
German Open Deutschland (Hamburg) ab 22. Juli 2019 Nikoloz Basilashvili
Washington Open Vereinigte Staaten von Amerika (Washington D.C.) ab 29. Juli 2019 Alexander Zverev
Rogers Cup (Canadian Open) Kanada (Toronto) ab 5. August 2019 Rafael Nadal
Western & Southern Open (Cincinnati Masters) Vereinigte Staaten von Amerika (Cincinnati) ab 12. August 2019 Novak Djokovic
US Open Vereinigte Staaten von Amerika (New York) ab 26. August 2019 Novak Djokovic
China Open China (Peking) ab 30. September 2019 Nikoloz Basilashvili
Japan Open Japan (Tokio) ab 30. September 2019 Daniil Medvedev
Shanghai Masters China (Shanghai) ab 7. Oktober 2019 Novak Djokovic
Erste Bank Open (Vienna Open) Österreich (Wien) ab 21. Oktober 2019 Kevin Anderson
Swiss Indoors Schweiz (Basel) ab 21. Oktober 2019 Roger Federer
Paris Masters Frankreich (Paris) ab 28. Oktober 2019 Karen Khachanov
Next Gen ATP Finals Italien (Mailand) ab 4. November 2019 Stefan Tsitsipas
ATP Finals Vereinigtes Königreich (London) ab 11. November 2019 Alexander Zverev

ATP Kalender 2019 – Was uns erwartet

Insgesamt hat sich herzlich wenig am Kalender der ATP World Tour verändert. Alle Major-Turniere liegen in exakt der gleichen Kalenderwoche wie im Vorjahr und Veränderungen gab es nur auf dem untersten Level, sprich bei den ATP World Tour 250er Turnieren. Und selbst dort haben sich Änderungen auf einem sehr überschaubaren Niveau gehalten, weshalb Tennis Fans zu den gewohnten Jahreszeiten insgesamt auch ihre gewohnten Turniere verfolgen können werden.

Aus deutscher Sicht sind dabei einmal mehr die Monate zwischen Mai und Juli besonders interessant. Zumindest finden hier die einzigen vier Stopps im Tennis Jahr in Deutschland statt – und das recht geballt aufeinanderfolgend. Dies sind die Stationen und Starttage der vier Events:

  • 29. April 2019: Bavarian International Tennis Championships (München)
  • 10. Juni 2019: Stuttgart Open (Stuttgart)
  • 17. Juni 2019: Halle Open (Halle)
  • 22. Juli 2019: German Open (Hamburg)

Natürlich darf man sich aber auch außerhalb von Deutschland im deutschsprachigen Raum über so manches Highlight freuen, wenn die ATP World Tour 2019 insgesamt zwei weitere Male in Österreich Halt machen wird sowie drei Stationen in der Schweiz feiert. Die fünf Termine, die Sie sich am besten jetzt schon in Ihrem persönlichen Kalender markieren sollten, liegen ebenfalls in exakt den gleichen Kalenderwochen wie in der Vorsaison 2018. Die Starttage der Turniere lauten dabei wie folgt:

  • 20. Mai 2019: Geneva Open (Genf, Schweiz)
  • 22. Juli 2019: Swiss Open (Gstaad, Schweiz)
  • 29. Juli 2019: Austrian Open Kitzbühel (Kitzbühel, Österreich)
  • 21. Oktober 2019: Erste Bank Open (Wien, Österreich)
  • 21. Oktober 2019: Swiss Indoors (Basel, Schweiz)

ATP World Tour 2019 – Die Favoriten

Besonders im Blick muss man ganz gewiss den zu alter Stärke zurückgekehrten Weltranglistenersten Novak Djokovic haben. Der Altmeister sicherte sich in der Saison 2018 sage und schreibe sieben weitere Einzeltitel in seiner Karriere – darunter unter anderem zwei weitere Grand Slam Gesamtsiege. Besonders im Spätsommer und Herbst dominierte er die männliche Tennis Szene dabei wie eh und je und stürmte damit zurück an die Spitze der ATP Weltrangliste, obschon ihm zumindest im letzten Match des Jahres ein weiterer Coup verwehrt geblieben war, als er im Finale der ATP Finals 2018 etwas überraschend am deutschen Superstar Alexander Zverev scheiterte.

Und das führt uns auch direkt zum zweiten Mann, der in 2019 immer weit oben auf Ihren Tippscheinen auftauchen sollte, wenn es darum geht, potenzielle Gesamtsieger bei den großen Turnieren zu benennen. So hat Sascha im zarten Alter von 21 Jahren nun seine vorläufige Krönung erhalten. Auf die ohnehin schon drei gewonnenen Major-Titel folgte bei den ATP Finals der erste richtig große Coup, durch den er sich nun ein Jahr lang offiziell Weltmeister nennen darf. Weil er dafür in London erst im Halbfinale Roger Federer und anschließend Novak Djokovic jeweils mit 2:0 schlug – und damit zwei Spieler aus den sogenannten „Big Four“ – wirkt es zunehmend realistisch, dass die scheidenden Altstars über kurz oder lang an den Deutschen die Fackel weiterreichen werden. Auf Grand Slam Ebene kam Alexander Zverev bislang zwar nicht über ein Viertelfinale hinaus, in 2019 könnte sich das nicht zuletzt auch wegen Ivan Lendl, der seinem Trainerteam seit Kurzem mit großem Erfolg ebenfalls zur Seite steht, schlagartig ändern.

Apropos Big Four: Natürlich ist Roger Federer trotz fortgeschrittenem Alter auch in 2019 wieder ein brandheißer Kandidat für jedes einzelne Turnier, an dem der Schweizer sich kurzerhand für eine Teilnahme entscheiden. Er spielt nicht mehr viel, pausiert wahrscheinlich erneut die gesamte Sandplatzsaison lang, hat aber vor allem eines: ein großes Ziel. Bei 99 gewonnenen Einzelturnieren in der ATP World Tour steht King Roger seit seinem Heimatturnier, der Swiss Indoors in Basel. Den Rekord von Jimmy Connors, der seinerzeit 109 Einzeltitel in seiner erfolgreichen Karriere bei der ATP World Tour gewann, wird der Federer-Express zwar wohl eher nicht mehr knacken können, zumindest aber der zweite Spieler, der dreistellig wird, will er unbedingt werden. Das sollte ihm auch gelingen.

Während der Sandplatzsaison dürfte außerdem einmal mehr mit einer dominanten Phase von Rafael Nadal zu rechnen sein, der zum Jahresende hin nur deshalb von Platz eins der ATP Weltrangliste gestoßen werden konnte, weil er sich einmal mehr verletzte. Dass er es aber auch außerhalb von Sand kann, zeigten reihenweise gute Ergebnisse auf Hartplatz und Rasen, die der Stier von Manacor in 2018 eingefahren hat. Spätestens die gleich drei Masters-Turniere auf Sand (Monte Carlo, Madrid und Rom) sowie die French Open stellen vier Major in 2019 dar, die nur ganz schwerlich ohne Titelgewinn von Rafa auskommen dürften.

Und dann wäre in den Big Four immer noch Andy Murray, der in 2018 ein weiteres Seuchenjahr erlebte, aber sich nach und nach zurückkämpfen könnte. So mag er zwar als Nummer 257 der ATP Weltrangliste in 2019 starten, wer allerdings darauf setzen würde, dass der Schotte bis Jahresende wieder in den Top 10 steht, der könnte am Ende durchaus recht behalten, obschon die Zeit zeigen muss, ob und wie er sich noch mal von seiner Verletzung erholen wird. Das Gleiche gilt übrigens auch für Juan Martin del Potro, der in 2018 gezeigt hat, was für ein phantastischer Tennis Spieler er ist – wenn er denn verletzungsfrei bleibt. Bis zum Schluss gelang dem Turm von Tandil das zwar in 2018 abermals nicht, jedoch ist er ein Experte dafür, sich wieder zurückzukämpfen. Wieso also sollte ihm in 2019 nicht das nächste Comeback in seiner von vielen Verletzungen immer wieder zurückgeworfenen Karriere gelingen?

Davis Cup Sieger Marin Cilic könnte ebenso wieder eine Rolle spielen wie Dominic Thiem, der von allen Experten als logischer Nachfolger von Rafael Nadal als Sandkönig der ATP World Tour angesehen wird. Zudem ist der Österreicher der einzige Mann, der Rafa in 2018 (und übrigens auch in 2017) jeweils ein Mal auf Sand schlagen konnte. Wieso also nicht mal in einem bedeutenden Spiel um einen Major-Titel, für den man den Österreicher gerade auf Sand auch immer auf dem Zettel haben dürfte.

Und dann wären da last, but not least, eine Reihe von jungen Wilden, die weiter nach oben streben könnten. Beispielsweise Stefanos Tsitsipas – Weltranglisten-15. und Gesamtsieger bei den Next Gen ATP Finals 2018. Nur zwei Wochen davor hatte er bei der ATP Stockholm 2018 Ende Oktober seinen allerersten Einzeltitel überhaupt in der ATP gewonnen. Beim Rogers Cup 2018 stand er zuvor schon in einem großen Finale. Folgt 2019 der endgültige Durchbruch? Diesen könnte man sich auch bei Borna Coric und Karen Khachanov vorstellen, die beide ebenso wie Daniil Medvedev in vielerlei Turnieren zu glänzen wussten. Last, but not least, wäre dann noch Nikoloz Basilashvili zu benennen, der gleich zwei große Turniere in 2018 gewann. Aktuell steht der Georgier noch außerhalb der Top 20, könnte aber in 2019 dort erstmals hineinstoßen.